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Gärten in Südengland

 

London und die blühenden Gärten Südenglands

 

Vom 14. bis 23. Juni 2017 besuchten wir mit einer Flug-/Busreise London und Gärten in Südengland.
Die pulsierende Hauptstadt London erlebten wir, aber vor allem traumhafte Gärten mit prachtvoll blühenden Rosen, englischen Land-schaftsparks und stilvoll ein-gerichteten Herrenhäusern. Wir sahen felsige Steilküsten, Sandstrände und Klippen aus Kreide. Und das bei durchgehend Sonnenschein und herrlich sommerlichen Temperaturen.

Da jeder Garten etwas einzigartiges ist sind auch viele Bilder entstanden, die jeweils am Ende eines Tagesberichtes anzusehen sind. Parralel entstand ein Fotobuch mit den auch hier verwendeten texten sowie einer Auswahl von Fotos: Fotobuch

Tag 1: London

In aller Frühe startete unser Flugzeug und brachte uns von Dresden über Frankfurt nach London, wo wir am späten Vormittag eintrafen. Mit einem Taxi fuhren wir zunächst ins Hotel und nach kurzem Aufenthalt in die Altstadt von London. Am berühmten Tower und der Towerbridge trafen wir bei herrlich sonnigem Wetter unsere Reiseleitung und den Teil der Reisegruppe, der per Bus nach London gereist war. Am frühen Nachmittag erwartete uns David, unser Stadtführer für die nächsten Stunden. Er stieg zu uns in den Bus und machte uns während einer Stadtrundfahrt mit zahlreichen sehenswerten Gebäuden von London bekannt. Wir sahen und erfuhren viel Interessantes, so dass der Nachmittag recht vergnüglich war. Danach hatten wir noch etwas Freizeit für Erkundungen und Einkäufe im berühmten Kaufhaus Harrods. Am frühen Abend bezogen wir unser Hotel in West Kensington. Nach einem gemeinsamen Abendessen gingen wir mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck in unsere Zimmer, um dem nächsten Tag entgegen zu träumen. Hier die Bilder

Tag 2: Hever Castle und Penshurst Place and Garden

Wir fuhren nach Hever Castle, einem Herrenhaus mit großzügigen Gartenanlagen. Hier verbrachte Anne Boylin ihre Kindheit, sie wurde später die zweite Ehefrau Heinrichs VIII. Wir durchstreiften die malerische Anlage und bestaunten Rotahorn, Prächtige Rosen, Lavendel und Buchsbaum. Im Castle gab's Porträts der adligen Familie und wunderschöne alte Möbel und Teppiche zu entdecken. Penshurst Place and Garden stand am Nachmittag auf dem Programm. Wir genossen die schön angelegten und liebevoll gepflegten Gärten mit Hecken, Gartenteichen und Rosen, sahen wertvolle Möbel und Gemälde im Herrenhaus. Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel in Maidstone, wo wir unser Abendessen genossen und eine ruhige Nacht verbrachten. Hier die Bilder

 

Tag 3: Leeds Castle, Sissinghurst Gardens und Eastbourne

Leeds Castle war unser erster Höhepunkt des Tages. Ein Schloss wie im Märchen, das sich malerisch aus dem Wasser erhebt und darin spiegelt. Um die Gebäude herum hat man wunderschöne Garten- und Parkanlagen angelegt. Schwäne, Gänse und Blesshühner posierten für uns an den Ufern der Seen in der Anlage. Nach ein paar schönen Stunden bei herrlichstem Wetter nahmen wir Abschied von Leeds Castle, um nach Sissinghurst zu fahren. Um Zeit zu sparen verpflegte uns Harald wie auch an anderen Tagen, aus seiner Bordküche. Ein Doppelturm in Ziegelbauweise steht über verschiedenen Themengärten, die vor vielen Jahrzehnten von der Autorin Vita Sackville-West und ihrem Ehemann angelegt worden waren. Wir genossen den sonnigen Nachmittag zwischen duftenden Rosen und bunt blühenden Beeten oder verschafften uns einen Überblick über die Anlage vom Aussichtspunkt des Doppelturms aus. Wir fuhren ein Stück entlang der Uferpromenade von Hastings, bevor wir schließlich am frühen Abend unser Hotel in Eastbourne, ein mondäner Badeort mit Pier und altehrwürdigen Hotels, direkt an der Promenade erreichten. Wir bezogen unsere Zimmer und aßen gemeinsam zu Abend, bevor wir diesen Tag mit einem Spaziergang die Promenade entlang beschlossen. Hier die Bilder

 

Tag 4: Brighton, Royal Pavillon und Beachy Head

Vorbei am Long Man of Wilmington, einer großen Kreidezeichnung auf einem grünen Hügel, fuhren wir nach Brighton, das zur Prinzregentenzeit ein beliebtes Vergnügungspflaster, nicht nur des Prinzen war. Zunächst besichtigten wir den Royal Pavillon mithilfe eines Audioguides in deutscher Sprache. Der Palast ist dem eines Maharadschas würdig! Drachen, Schlangen, Lotusblüten und andere orientalisch anmutende Gegenstände verzieren das Innere des Pavillons, so dass man glaubt, plötzlich in Persien zu sein, obwohl man gerade noch durch Brighton spaziert war. Nach dem Besuch des Palastes und etwas Freizeit in der Stadt fuhren wir entlang der südenglischen Kreideküste nach Beachy Head. Bei herrlichem Sonnenschein unternahmen wir eine Wanderung oberhalb der Kreidefelsen mit imposanten Ausblicken auf das Meer, zwei Leuchttürmen und die Kreidefelsen. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung, und so nutzten wir diese Zeit, um uns Eastbourne auf eigene Faust etwas näher anzusehen. Hier die Bilder

 

Tag 5: Arundel, West Dean Garden, Jane Austen House, Winchester

Am Morgen verließen wir Eastbourne und fuhren nach Arundel. Diese hübsche kleine Stadt wird von einem großen Schloss und einer imposanten Kathedrale überragt. Wir unternahmen einen Spaziergang hinauf zur Kathedrale und besichtigen das katholische Gotteshaus. Danach begaben wir uns zum West Dean Garden, einem großzügigen englischen Landschaftsgarten mit beeindruckenden Sichtachsen, bunt blühenden Pergolagängen und duftenden Rosenhecken. Besonders beeindruckend der liebevoll gestaltete Nutzgarten. Im Anschluss daran fuhren wir in Richtung Nordwesten weiter, denn jetzt stand die berühmte Schriftstellerin Jane Austen auf dem Programm. Wir besuchten ihr letztes Wohnhaus, das heute ein liebevoll gestaltetes Museum über ihr Leben und ihre Arbeit als Autorin beherbergt. Auf dem Weg zum Hotel machten wir Halt in Winchester. King Harold, der alte Angelsachsenkönig, steht als Denkmal auf einem Sockel und hebt sein Schwert, als müsse er Winchester immer noch verteidigen. Am Abend ließen wir uns ein leckeres Menü in unserem Hotel schmecken. Hier die Bilder

 

Tag 6: Knightshayes Court, Dartmoor, Plymouth

Wir verließen die Gegend von Winchester und fuhren weiter nach Westen. Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel er-haschten wir vom Bus aus auch einen kurzen Blick auf Stonehenge. Gegen Mittag erreichten wir Knightshayes Court, ein prächtiges Herren-haus mit liebevoll angelegten verschiedenen Gärten. Wir besichtigten Herrenhaus und Gärten und ließen uns zum Abschluss einen traditionellen englischen Creamtea schme-cken. Dann aber wurde es richtig mystisch, das Dartmoor empfing uns mit karger Landschaft, schroffen Felsen und den Geschichten um riesige Hunde mit glühenden Augen. Wir sahen keine der Bestien, dafür aber eine sogenannte Clapper Bridge, die wir sogar zu Fuß benutzten, um den Fluss zu überqueren. Die Brücke stammt bereits aus dem 12. Jahrhundert und besteht aus lose aufeinander gelegten großen schweren Granitplatten. Die Ponys im Dartmoor sind wohl oft darüber getrappelt, von den Geräuschen der Hufe soll der Name „Clapper" herrühren. Auch das berühmte Prinston war zu entdecken.  Den Abend beschlossen wir in Plymouth bei einem gemein-samen Abendessen in unserem Hotel Future Inn. Hier die Bilder

 

Tag 7: Lanhydrock, The Lost Gardens of Heligan, Newquay

Nach einem guten Frühstück verließen wir Plymouth wieder und fuhren zum Lanhydrock House und Garden. Wir besichtigten dieses feudale Anwesen, zu dem verschiede Gärten und ein beeindruckendes Herrenhaus gehören. Im Anschluss daran fuhren wir zu den „Lost Gardens of Heligan" und besuchten damit einen Garten, der unter anderen Gartenanlagen sogar einen Dschungel zu bieten hat. Am Abend bezogen wir unser Hotel in Newquay. Nach einem leckeren Abendessen beschlossen wir diesen Tag mit einem Spaziergang über den Klippen gleich in der Nähe unseres Hotels. Hier die Bilder

 

Tag 8: Cornwall: Land's End, St. Michael's Mount, Trebah Garden und Newquay

Gleich am Morgen machten wir uns auf und fuhren in Richtung Südwesten. Zunächst erreichten wir das Ende der Welt Cornwalls und Englands. Land's End erwartete uns mit heftigem Wind, aber auch Sonnenschein. Wir spazierten einen Weg hinunter zum letzten Aussichtspunkt vor den Klippen, machten zahlreiche Fotos und sahen auch den Wegweiser, auf dem die Entfernung bis New York angezeigt wird. Einige erstanden Postkarten und ließen sich den begehrten Lands-End-Poststempel darauf drucken. In Marazion, unserem nächsten Halt, kann man hinüber blicken zum St. Michael's Mount, einer Gezeiteninsel. Weil Ebbe war, konnten wir auf dem Causeway zu Fuß spazieren, um das Castle auf dem Hügel oder die herrlichen Felsengärten zu besichtigen. Zurück fuhren wir mit dem Boot herüber, denn inzwischen hatte die Flut eingesetzt und das zurückfließende Wasser den Weg zum Festland wieder für ein paar Stunden unter sich verborgen. In der Gaststätte am Hafen gab es zum Mittagessen eine "Cornish Pasty". Danach fuhren wir in die Nähe von Falmouth und besuchten Trebah Garden, einen Schluchtengarten mit unzähligen verschiedenfarbig blühenden Rhododendronpflanzen, Hortensien, mit Baumfarnen und einem idyllischen Bächlein. Am Ende der Schlucht fand sich ein kleiner aber feiner Strand der zum Baden einlud. Den Abend verbrachten wir in unserem Hotel in Newquay über dem Meer. Hier die Bilder

 

Tag 9: Eden Project, Bristol

Nicht weit von unserem Hotel entfernt befindet sich Eden Projekt, ein völlig neues Garten- und Naturkonzept. Unter geodätischen Kuppeln aus transparenten Folienkissen zwischen Metallgerüsten wachsen in einem künstlichen Dschungel die ausgefallensten Arten und erfreuten uns mit prachtvollen Blüten. Eine andere Halle simuliert mediterranes Klima. Wir spazierten durch grüne Oasen, die wir sonst nur aus Italien oder Griechenland kennen. Im Freigelände gibt es herrliche Gemüsegärten und Blumenbeete, alles untersetzt mit zahlreichen Informationen besonders zu Umweltschutz, Klimawandel und den schützenden Umgang mit der Natur, insbesondere von bedrohten Arten. Wir bestaunten diese moderne und beeindruckende Gartenanlage. Für uns war es ein besonderes Vergnügen, als uns Sebastian Hehl, der ein Praktikum im Eden Project absolvierte, am Eingang begrüßte und uns die ersten Minuten im Dschungelbereich begleitete.
Am frühen Nachmittag bestiegen wir wieder unseren Bus, machten unterwegs Halt am Jamaica Inn, einer früheren Schmugglerkneipe, um am Abend in Bristol unser Hotel Mercure zu erreichen. Ein leckeres Abendessen ließen wir uns vom Buffet schmecken und genossen den Abend mit einem Spaziergang durch Bristol. Hier die Bilder

 

Tag 10: White Horse, Avebury, Windsor Castle

An diesem Morgen verließen wir Bristol, um nach Avebury zu fahren. Unterwegs bestaunten wir eines der „White Horses", die in dieser Gegend an zahlreichen Hängen vor vielen Jahren eingeritzt worden sind. Dann erreichten wir Avebury. Das ist ein kleines englisches Dorf, wie es viele gibt. Eine kleine Kirche ragt zwischen romantischen Cottages und Farmhäusern hervor. Und dennoch gibt es in Avebury etwas ganz Besonderes: Steinkreise und Galerien aus Menhiren und Megaliten. Wir wanderten über die Wiesen und bestaunten diese Monumente einer längst vergangenen Kultur. Vermutlich errichtete man die Steinkreise und Galerien vor ca. 4500 Jahren. Ein kleines Museum im Dorf informiert über die Geschichte der Steine. Nach diesem Ausflug in die fernere Vergangenheit machten wir uns auf nach Windsor. Während die "Busfahrer" das königliche Schloss besuchten bestaunten wir es von außen, spazierten ein wenig durch die Stadt und vor allem den Bahnhof. Gegen 2 p.m. verabschiedeten wir uns von unserer Reiseleiterin Conni und unserem Busfahrer Harald, der uns die gesamte Zeit sicher und souverän durch England gefahren.hat. Mit einem Taxi wurden wir zum Londonner Flughafen Heathrow gebracht. Kurz vor Mitternacht landeten wir wieder in Dresden. Wir haben eine Reise erlebt mit einer wunderbaren Reisegruppe, mit vielen schönen Erlebnissen, die Erinnerungen werden uns wohl noch lange begleiten. Vielen Dank vor allem unserer Reiseleiterin Cornstanze Hölig für die Organisation und die vielen interessanten Kommentare und Informationen. Hier die Bilder

 

(Text unter Verwendung des Berichtes von Constanze Hölig bei Eberhardt Trvel)