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Kuba

Die runden Geburtstage von Frank 2008 und Uschi 2009 waren uns Anlass, eine Reise nach Kuba zu unternehmen.
Vom 30. Dezember 2008 bis zum 20. Januar weilten wir in Kuba, reisten reichliche 4000 km quer über das Land, besuchten Projekte, die dank der Solidarität in Zusammenarbeit mit "Cuba si" entstanden und entstehen und genossen einige Tage am Sonnenstrand in Varadero.
Und so sah unsre Reise aus:


Zur Karte ist zu vermerken, dass die Zielpunkte während der Fahrt mit GPS aufgezeichnet sind also auch stimmen, die Routen habe ich etwa an Hand der Staraßen versucht nachzuvollziehen. Für Korrekturhinweise bin ich sehr dankbar.
Über diesen Link kann die komplette Bildergalerie angesehen werden: Cuba Bilder
Ankunft und Silvester in Havanna
Wir starteten am 30.Dezember früh in Dresden, fuhren nach Berlin und flogen über Madrid nach Havanna. Durch die Zeitverschiebung von 6 Stunden nun schon fast um Mitternacht ging die Fahrt ins Hotel Plaza in der Altstadt von Havanna am Parque Central.
Der letzte Tag des Jahres begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein. Nach dem Frühstück fuhren wir das erste Mal über die berühmte Uferstraße Havannas - dem Malecon - zum Haus der Freundschaft, wo uns Vertreter der Kubanischen Gesellschaft für die Freundschaft mit den Völker - ICAP - willkommen hießen. Bei der anschließenden Fahrt durch die Stadt ging es zum Platz der Revolution mit dem Monument für Jose Marti. Neben dem Theater und verschiedenen Gebäuden von Ministerien ist es vor allem die Wirkungsstätte Che Guevaras, die in aller Welt bekannt ist. Natürlich fallen am ersten Tag besonders die Taxen und die herrlichen uralten aber im noch irgendwie fahrenden amerikanischen Autos auf. Für einen Skoda-Liebhaber natürlich auch der seltene Octavia. Vorbei an der ehrwürdigen Universität Havannas führte die Fahrt in die Altstadt zu einem ersten Rundgang.
Unter freiem Himmel, am Ufer des Atlantik im Klub Restaurant 1830 verbrachten wir gemeinsam die letzten Stunden des Jahres, während zu Hause längst das neue Jahr begonnen hatte. Nach einer tollen Tanzshow wurde das Jahr 2009 mit der kubanischen Hymne und einer Erklärung zum 50. Jahrestag der Revolution begrüßt. Gemeinsam mit der Projektgruppe von "Cuba si" ging es zurück ins Hotel.
Havanna
Beim Frühstück auf der Dachterasse unseres Hotels ergab sich schon ein wunderbarer Blick über die Altstadt. Beeindruckend die Uferstaße Havannas, der Malecon, den wir nun zwar schon mehrfach durchfahren waren, nun aber endlich selbst ein Stück entang wandern konnten. Altehrwürdige Festungen säumen den Eingang zum Hafen der Stadt. Buntes Treiben erwartete uns am Plaza de Armas, dem ältesten Platz der Stadt.

... (Beschreibung Stadtrundgang)

Natürlich hat Havanna auch seine Wohnbezirke - manche davon haben schon Ähnlichkeit mit Plattensiedlungen. So besuchten wir ein Projekt zur Betreuung von Kindern in einem Neubaugebiet.
Einen Tag unseres Aufenhalts in Havanna nutzten wir um uns die "Cuba si" Projekte Granja Rosafè und Granja Zenea anzusehen. Von Mitarbeitern des Projektpartners demACPI - der kubanischen Vereinigung für Tierproduktion - und auch den Teilnehmern am Camp, die wir Neujahr kennen gelernt hatten herzlich begrüßt, konnten wir uns die Anlagen ebenso ansehen wie die Wohnung und das Leben der Mitarbeiter. Die Dankbarkeit für die Solidarität kam nicht zuletzt in der Einladung in das Kulturzentrum beim Restaurant Altameria zum Ausdruck.
Nach einem nochmaligen Blick vom Dach des Hotels auf die Altstadt beim Frühstück startete am 3. Januar die Tour ins Land, zunächst in die Provinz Pinar del Rio.
Pinar del Rio/Vinales
Knapp 200 km fuhren wir zunächst zu einer Gedenkstätte "Cueva Los Portales" die während der Kuba Krise 1992 Che Guevarra als Kommandantur diente. Die Anlage wurde vor der Revolution von einem Grundbesitzer eingerichtet. Die Fahrt endete im Hotel Los Jazmines in Vinales. Unvergesslich der Blick vom Balkon in das berühmte Tal von Vinales. Die Bilder können nur einen Bruchteil des Eindruckes wiedergeben.
Durch die Provinzhauptstdt fuhren wir zu einem weiteren ACPI Projekt. Nach einerStärkung besuchten wir in der Stadt einen Einzelbauern, der und stolz von der Hilfe berichtete, die er über Cuba si erhalten hat. Im Staatsgut besuchten wir die Anlagen zur Aufzucht von Bullen. Noch warenSchäden zu sehen, die der Hurrikan angerichtet hat.
Ein kurzer Rundgang durch die Provinzhauptstadt, ein Bad im Pool und nocheinmal das Bild vom Tal von Vinales. Schnell vergingen die Stunden und am Morgen des 5. Januar strtete die nächste Etappe nch Playa Giron.
Playa Giron
Die Hotelanlage wartete mit herrlichen Bungalows auf und die kapp 2 Tage "all inklusive" luden auf Drinks und zum Baden ein. Am Morgen des 6. Januar besuchten wir zunächst das Museum Giron. Hier versuchten 1961 Exilkubaner mit Unterstützung der USA eine Landung mit dem Ziel eine Putsch durchzuführen. Dank der Hilfe der Bevölkerung und dem heldenhaften Einsatz der noch jungen Streitkräfte gelang es diesen Versuch der Konterrevolution erfolgreich zurückzuschlagen. Ein erfrischendes Bad in der Bucht und gemütliches Beisammensitzen am abendlichen Strand ließen den Tag ausklingen.
Trinidad/Sancti Spiritus
Am Morgen des 9. Januar starteten unsere Busse zur Weiterfahrt zunächst mit den Ziel Trinidad. Bei der Fahrt sahen wir zunehmend Zuckerrohrfelder, die diese Gegend bestimmen. Zu sehen aber leider auch Bewässerungsanlagen, die seit der Spezialperiode nicht mehr in Betrieb genommen werden konnten und Felder auf denen sich Marabu, eine verehrende Unkrautpflanze breit mach und das Bestellen von Feldern verhindert.
Trinidad - Stadt des Weltkulturerbes - gehört zu den Schönheiten des Landes. Nirgendwo wurde der Gewinn aus Zuckerrohr prachtvoll versteinert wie in der Altstadt von Trinidad.
Beim Verlassen der Stadt führte der Weg zunächst zu einem kleinen Anwesen mit einem Herrlichen Ausblick in das Vallede los Ingenios. Als Drink gab es eisgekühlten frischen Zuckerrohrsaft mit Rum und Zitrone. Ein weiterer Halt führte zum Torre Iznaga - einst zur Bewachung der Arbeitssklaven konzipiert, nun ein Aussichtsturm ins Tal.
Schließlich erreichten wir eine der ältesten Orte in Kuba Sancti Spiritus. Wieder bezogen wir im Hotel einen Bungalow, nutzten den Pool und versuchten das Kulturprogramm zu verstehen. Dann schmeckte aber schließlich doch der Rum besser - auch ohne diese Kultur.
Am nächsten Tag besuchten wir das Cuba si Projekt Granja dos Rios. Auch hier waren wir wieder herzlich willkommen und konnten die Anlagen ebenso besichtigen wie Wohnungen der Mitarbeiter.
Ein erfrischender Regenguss und ein Bummel durch die Stadt rundeten den Tag ab.
Manzanillo und Bayamo - die Provinz Granma
Mit einem Halt in Florida führte die Fahrt am 9. Januar zunächst nach Bayamo. Hier in Bayamo entstand die Nationnalhyme Kubas. Es ist die Geburtsstadt Céspedes, der mit der Freilassung seiner Sklaven1868 das Signal zum Kampf gegen die spanischen Kolonialherren. Bayamo - eine Stadt mit einer sehenswerten Fußgängerzone. Besonders gefallen haben uns das Kaffe und der Frisör ausschließlich für Kinder.
Weiter ging es nach Monzanillo, wo wir im Hotel Guacanayabo übernachteten. Hier begrüßten uns Vertreter des ICAP - natürlich mit einem erfrischendem Drink.
Am 10. Januar führte die Fahrt entlang der Küste zur Landestelle der Granma. Durch unwirkliches Gelände wanderten wir bis an das Karibikufer. Auch hier hat der Hurrican seine Spur hinterlassen und die Aussichtsfläche zerstört.
Auf der Rückfahrt gab es zunächst einen kurzen Halt an der Geburtsstätte von Celia Sanchez - eine der engsten Vertrauten Castros. Beeindruckend die Gedenkstätte La Demajauga - der Ruine der von den Spaniern zerstörten Zuckerfabrik von Céspedes. Schließlich führte uner Weg nach Bayamo in in das Hotel Sierra Maestra.
Guantanamo
Am 11. Januar starteten wir zur Fahrt in die Sierra Maestra nach Guantanamo. Auch hier wurden wir zunächst im Haus der Freundschaft vom ICAP empfangen. Nach einem Mittagessen ging es in das Hotel. Am späten Nachmittag dann noch ein kurzer Rundgang durch das Stadtzentrum.
Der nächste Tag war durch Besuch des Cuba si Projektes Yateras in die Sierra Maestra bestimmt. Noch fast am Stdtrand zunächst die Einrichtung zur Zucht von Kanninchen. Weiter ging es hinauf in die Berge schon im Sperrgebiet zu der von der USA besetzten Bucht besuchten wir eine Schule, die auch mit Unterstützung von "Cuba si" aufgebaut wurde. Es war zu spüren, wie glücklich die Kinder in dieser Einrichtung sind. Zurück ging es dann vorbei an den Milchviehanlagen und dem Bau eines neuen Wohnhauses. Ziel war schließlich das Restaurant "Las Pidras" hoch in den Bergen, wo uns die Projektleitung mit einem Scwein am Spieß überraschte.
Im Zentrum des Projektes fand der Besuch in der "Villa de Changui" dem Kulturzentrum seinen Abschluss.
Santiago de Cuba
Leider stand uns für Santiago nur ein Tag zur Verfügung. Viel zu wenig für die Stadt der kubanischen Revolution.
Unser Besuch begann zunächst in der Festung, einer altehrwürdigen Anlage aus der Zeit der spanischen Kolonie. Die nächste Station war der Friedhof "Cementerio de Santa Ifigenia". Hier ehren die Kubaner den Helden der kubanischen Befreiungsbewgung Jose Marti. In unmittelbarer Nachbrschaft dann auch das Gedenken an die Gefallenen des 26. Juli 1956, dem Versuch die Moncada Kaserne zu stürmen. Die Kaserne selbst ist heute nicht nur Gedenkstätte und Museum, sonder so wie viele ehemalige Kasernen in Kuba eine Bildungsstätte.
Die Stadt zeigt sich quirlig und lebendig. Es machte Spaß über die Staßen und Plätze zu laufen. Natürlich sahen wir die Kathedrale und das Rathaus, von dem 1959 Fidel den Sieg der Revolution verkündete. Zur Ãœbernachtung fuhren wir auch hier in eine wunderbare Hotelanlage, einem ehemaligen Palast - ergänzt durch Bungalows mitten im "Urwald".
Santa Clara
Nach einer anstengenden Tagesahrt trafen wir am Abend in Santa Clara ein und bezogen ein herrliches Appartment in der Ferienanlage "Los Caneyes". Das Kulturprogramm am Abend konnte sich sehen lassen.
Der 15. Januar stadt nun ganz im Zeichen von "Che". Zunächst besuchten wir das Monument und das Mausoleum. Die Ehrung galt nicht nur Che, auch seinen Genossen und besonders seiner deutschen Mitkämpferin Tanja. Danach besuchten wir das Museum im Panzerzug, dessen Vernichtung einen wichtigen Punkt für den Sieg der Revolution darstellte. Vor dem Gebäude der KP Kubas eine wohl einmalige Che Plastik - geschaffen von einem spanischen Künstler. Jedes Detail stellt einen Teil aus seinem kämpferischen Leben dar.
Auch hier ein Bummel durch die Stadt, die allerdings nicht ganz so lebendig wirkte wie Santiago.
Zurück im Hotel hieß es nun von Alberto, den fahrern und unserer 2 Reisebegleiterin Abschied zu nehmen. Sie habaen viel vollbracht um uns Ihr Land zu zeigen und verstehen zu lernen. Auch hier noch einmal den ganz persönlichen Dank!
Varadero
Voller Eindrücke und doch ein wenig auch geschafft landeten wir am 16. Januar im Badeparadies von Varadero. 4 Tage noch am Sonnenstrand!
Natürlich ist Varadero ein klein wenig "anders" als Kuba wie wir es bis dahin gesehen hatten. Eingerichtet für Touristen finden sich Hotelanlage an Hotelanlage - ein für das Land bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Natürlich nutzeten wir den Starnd und die Wellen ausgiebig. Nur mit der Sonne waren wir sicherheitshalber doch etwas vorsichtig. Und wenn die Wellen am Starnd zu kräftig waren, gab es ja immer noch den Pool und die Bar.
Natürlich besuchten wir auch den Ort, den Markt, den herrlichen Park und das Delphinarium. Ja, hier kann mann Urlaub und Sonne genießen. Viel zu schnell vergingen auch diese 4 Tage und es hieß am 20. Januar abends Abschied nehmen von Varadero, Kuba und seinen wunderbaren Menschen.
Zurück ins kalte Deutschland
Die Fahrt zum Flughafen war interessant, wenn auch wegen der Dunkelheit nicht mehr mit Bildern dokumentiert.
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren starteten wir kurz vor Mitternacht und kamen müden und ein klein Wenig genervt vom Flug im kalten Berlin an. Die richtige Kälte hatten wir ja glücklicherweise nicht mirerlebt.

Es gibt so viele Lügen über Kuba. Die Erlebnisse der 3 Wochen sind uns Verpflichtung, ihnen mit eigenen Wahrnehmungen entgegezutreten. Die Revolution in Kuba ist nicht tot, wie es einige gern sehen würden wenngleich schon ein Schatten Ihrer Bedrohung existiert. Sie lebt in der Lebensphilosophie und Lebensfreude der Menschen, in Ihrer Solidarität, ihrer Kreativität, ihrer Stärke und Opferbereitschaft bei der Bewältigung von Problemen.

Bei Inge Veitt "Cuba libre - bittersüß" haben wir folgende Worte gefunden, die wir nicht treffender formulieren können: "Selbst wenn die kubanische Revolution vollständig gestoppt und besiegt werden sollte, wird Kuba der mutigste, würdigste Verlierer sein unter allen besiegten sozialistischen Ländern. Es wird auch als Verlierer ein Beispiel sein für den weiteren Verlauf der Befreiungsgeschichte. Kuba hat es verdient, so geachtet, gewürdigt und geliebt zu werden, wie die unterdrückten Völker des Südens es tun, für die Kuba immer noch Hoffnung und Beispiel ist."

Uns bleibt Kuba uns seinen Menschen für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Mögen sie die Kraft haben Ihren Weg zu gehen.

Viva Cuba!


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