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Skandinavien

Mit dem Auto durch Schweden, Finnland und Norwegen

Nach erlebnisreichen Autotouren nach Italien und durch Schottland haben wir uns 2004 den nördlichsten Zipfel Europas vorgenommen. Am 10. August 2004 starteten wir mit unserem Skoda Superb in Dresden.
Am 18. August 2004 um 13:40 Uhr hatten wir es geschafft, wir waren am Nordkapp:

07Nordkap

Auf in den Norden

Zunächst galt es aber einige Kilometer durch Schweden, Finnland und Norwegen zurückzulegen.

Rostock

Bevor wir auf die Fähre gingen nutzten wir noch einen Tag, um uns Rostock anzusehen.

Stockholm

In der Nacht überquerten wir die Ostsee.
Mit der Fähre in Trelleborg angekommen ging es sofort nach Stockholm.
Dieser Teil der Fahrt war schon lang und ansengend. Die Stadt hat uns aber in jeder Hinsicht entschädigt und begeistert. Wie so oft waren 2 Tage viel zu wenig.

Schwedische Küste

Gut gestärkt starteten wir in Richtung Norden um zunächst in Uppsala einen Halt zu machen.
Bei Gävle, so um die Mittagszeit, folgten wir dem Rat des Reiseführers nach Utvalnäs. Wenn auch die Fahrt mit der Navigation sehr abenteuerlich war, der Fisch hat auf jeden Fall geschmeckt.
Am frühen Abend trafen wir dann in Sundsvall ein, wo wir übernachteten.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter, zunächst über die Brücke bei Höga kusten.
Natürlich wollten wir unbedingt auch einen Elch "knutschen". Zur Sicherheit - was auch gut war - gab es einen kleinen Abstecher nach Bjurholm. In Älgens Hus hatten wir das herrliche Erlebnis mit diesen riesigen, aber wunderbaren Tieren.
Bevor wir dann das nächste Etappenziel Luela erreichten, besuchten wir noch Gammelstaden, eine historische Kirchenstadt.

Ãœber den Polarkreis

Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder von Schweden Abschied nehmen. Den Polarkreis wollten wir in Finnland überqueren.
Bei Tervola - und leider auch etwas Regen - besuchten wir historische Holzkirchen. Gegen Mittag trafen wir in Rovaniemi ein, der Stadt kurz vor dem Polarkreis. So war genügend Zeit, das Lappenmuseum im Arktikum zu besuchen.
Am 17. August 2004 schon ziemlich zeitig staden wir dann im Weihnachtsmanndorf auf dem Polarkreis.

05 Rovaniemi

Natürlich haben wir für alle daheim auch die Weihnachtsbriefe geschrieben.
Bei etwas schlechterem Wetter führte der Weg dann immer weiter gen Norden. Bei einem Halt kauften wir unseren - von allen Enkeln geliebten - Haski mit Kind. Noch war es auch etwas besonderes, wenn ein Elch auf der Straße lief. Schließlich landeten wir in Tankavara. Das hatten wir nicht erwartet: eine Goldgräberanlage. Aber leider hatten wir nicht die zeit zum Schürfen. Unser Ziel war Karasjok, die erste Station auf Finnischem Boden. Die Ersatzunterkunft war zwar nicht so berauschend, dafür aber der Abend in einer Lappen Gaststätte unter einem Erdhügel um so schöner.

Der Nordkapp

Voller Erwartung ging es weiter in Richtung Norden. Die Rentiere auf der Landstraße sind nun schon Normalität. Durch einen Tunnel geht es auf die Insel wo wir zunächst in Honnigvag das Hotell aufgesuch haben.
Nichts hielt uns aber. Sofort ging es auf um an die Spitze des Kontinents zu gelangen, dem Nordkapp.
Voller Eindrücke landeten wir wieder in Honnigvag, wo uns auf dem Weg zurück am nächsten Morgen die Hurtigruten erwarteten.

Zurück in den Süden
Die Hurtigruten

Die nächsten 4 Tage sollte sich unser Auto mal ein wenig erholen.
Entlang der norwegischen Westküste ging es mit der MS Mitnatsol auf Schiffsreise mit dem Ziel Trondheim.
Noch im Schein der Mitternachtssonne startet das Schiff in Honnigsvag.
In Hammerfest der erste Halt und Landgang.
So richtig dunkel wurde es in der Nacht nicht, um so herrlicher das Speil der Farben auf dem Wasser.
Am folgenden Morgen erreichte das Schiff die Westeralen bei Herstadt um einen kleinen Ausflug mit dem Bus über die Insel nach Sortland zu machen. Wieder auf See erwartete uns auf dem Weg zu den Lofoten die Fahrt durch den Raftsund und ein Abstecher in den Trollfjord.
Am späten Nachmittag gab es dann noch einen kleinen Ausflug über die Lofoten von Svolvaer nach Stramsund
Der nächste Morgen war leider trüb und neblig. Das entgegen kommende Schiff der Hurtigrute wurde herzlichst begrüßt, genau so wie die Ãœberquerung des Polarlreises . Die 7 Schwestern konnten wir leider nicht sehen, dafür schien aber plötzlich am Torghatten wie auf Bestellung sie Sonne, so dass der Blick durch das "Loch" möglich wurde.
Nach einer etwas stürmischen Nacht erreichten wir unser nächstes Ziel Trondheim.

Ãœber's Land zu den Trollen und Fjorden

Am frühen Morgen und an einem Wochenende fast allein auf den Straßen starteten wir unseren Rundgang durch Trondheim.
Nur eine kleine Strecke - um nach 4 Tagen ohne Auto wieder in fahrt zu kommen, war es dann bis Oppdal, einem der Norwegischen Wintersportzentren. Leider hatte das Freilichtmuseum schon geschlossen, sehenswert waren die historischen Bauten dennoch.
Am nächsten Tag erwartete uns dann eine Fahrt durch die Berge. Erster Stopp und zweites Frühstück in Dovregubbenshall. Das Trollmuseum in Dombas haben wir nur von aussen betrachtet, wir wollten weiter nach Lom um uns die Stabkirche anzusehen. Immer weiter ging es hinauf in die Berge mit herrlichen Sichten auf Wälder, Wasserfälle und Gletscher. Der höchste Punkt war zwar "nur" 1400 m, dennoch wie im Hochgebirge. Plötzlich ging die Straße in unglaubliche Serpentinen über, die uns in kurzer Zeit und leider auch mit etwas erwärmten Bremsen wieder auf die Höhe des Meeresspiegels an die Spitze des größten Fjordes, dem Sognefjorden brachten. Nach malerischer Fahrt entlang des Fjords erreichten wir das nächste Ziel Sogndal. Den Abend genossen wir im Hotel eigenem Swimmingpool.
Entlang am Ufer des Sognefjorden ging es am kommenden Tag wieder auf Tour, zunächst bis Hella um den Fjord mit der Fähre nach Vangenes zu überqueren. In Vik war wieder eine wunderschöne Stabkirche - die Kirche von Hopperstad - zu besichtigen. Kurz nach Vinje entschlossen wir uns zu einem kleinen Abstecher nach Stalheim. Diesmal schafften wir die 13 Kehren auf 2 km mit bis zu 20% Gefälle ohne dass die Bremsen wieder warm wurden.
Ãœber Voss folgten wir dann der E13 entlang dem Samlafjorden um schließlich über die Passstraße in Bergen einzutreffen.
Für Bergen hatten wir einen vollen Tag zur Verfügung, den wir auch richtig nutzen konnten. Am morgen starteten wir zunächst mit einer Stadtrundfahrt, offensichtlich so zeitig, dass wir die ersten und einzigen Gäste in der Bahn waren. Die fahrt endete am Fischmarkt. Ein Muss für Bergen ist ein ausführlicher Spaziergang durch die historischen Brüggen. Auch wenn das Wetter nicht ganz so schön war - für Bergen als eine der regenreichsten Städte dieser Erde - soll das ja nicht ungewöhnlich sein, genossen wir den Nachmittag mit einer Fahrt mit der Floi-Bahn und dem Blick über die Stadt vom 320 m hohen Floyen.
Schon langsam doch wieder mit dem Gedanken an die Fahrt nach Hause war der Abend im "Einhorn" krönender Abschluss für den Besuch dieser wunderbaren Stadt.

Ãœber Oslo zurück nach Dresden
Quer durch Norwegen

Der Weg in die norwegische Hauptstadt von Bergen nach Oslo führt noch einmal Quer über das Land hinauf in die Berge und wieder an die Ufer des Meeres.
Nachdem wir Bergen hinter uns gelassen hatten führte ein erster Halt nach Undredal, wo die kleinste Kirche Norwegens zu besichtigen ist. Nur ein kleines Stück weiter machten wir - nun schon mittags - Station in Flam.
Ein klein wenig müde haben wir bei der Kirche von Hol - erbaut aus den Resten einer noch älteren Stabkirche - eine kleine Mittagspause eingelegt. Etwas geschafft trafen wir am abend in Oslo ein.
Wie lernt man eine Stadt wie Oslo am besten kennen? Zunächst eine Stadtrundfahrt mit dr ersten Station dem Vigelandpark. Nach dem Besuch des Polarschiffs und des Volksmuseums endete die Runde im Stadtzentrum beim Rathaus und dem Königsschloss. Den Abend verbrachten wir in einem der ältesten Restaurants der Stadt bei einem wunderbaren Renntiersteak im Stortorvets Gjåstgiveri.

Zurück nach Schweden

Nun doch schon wieder mit dem Gedanken an das zu Hause starteten wir die letzten beiden Etappen. Nach dem Ãœberqueren der Grenze machten wir noch einmal Station - diesmal in Göteborg. Ãœber Helsingborg und Malmö landeten wir wieder in Trelleborg. Am Ostseestrand ließen wir noch einmal die erlebnisreichen beeidruckenden Tage passieren um dann mit der "Hucklebery Finn" wieder den Weg nach Dresden anzutreten.

Am 30. August 2004 trafen wir wieder zu Hause ein. Knapp 5000 km mit dem Auto, 1800 km Schifffahrt - eine Tour, die uns immer in Erinnerung bleibt und zu neuen Abenteuern anregt.