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Transsibirische Eisenbahn

Ein Lebenstraum ging für uns in Erfüllung

Auf der Route der transsibirischen Eisenbahn konnten wir von Moskau bis nach Peking reisen. Wir waren am Baikalsee, reisten durch die Mongolei und standen auf der Großen Mauer. Es waren 23 beeindruckende unvergessliche Tage.

Die Transsib bis Ulan Ude

 

5588 Bahnkilometer quer durch Russland! Davon 1777 km in Europa 3811 km durch Asien. Ein Land mit unvorstellbaren Dimensionen herrlichen Landschaften und interessanten Städten.

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Von Moskau zum Ural

IMG_1436.JPG Voller Erwartungen auf ein großes Erlebnis landeten wir am 5. Mai 2007 in Moskau auf dem Flughafen Sheremetyevo 2. Nach 40 Jahren werden Erinnerungen an diese wunderbare Stadt wach. 1967 war Frank das erste mal hier, mit dem ersten Freundschaftszug der FDJ. Unvergesslich, das Erlebnis des Appells vor dem Leninmausoleum auf dem Roten Platz. Also hinein in die Stadt, zunächst in das Hotel "Renaissance". Nach der Begrüßung aller Teilnehmer durch die Reiseleitung und einem ersten Abendessen ging es zunächst mit Metro in die Stadt. Unsere Begleitung für die nächsten 2 Wochen und gute Seele war Ludmilla, Chefin der Gruppe "Grün". Nach der Besichtigung der Metro stiegen wir "Platz der Revolution" aus. Tief beeindruckt standen wir dann in der Nacht auf dem Roten Platz. Am nächsten Morgen fuhren wir erneut in das Stadtzentrum. Die Besichtigung des Moskauer Kremel, der erneute Spaziergang über den Roten Platz, der Besuch der neu gebauten Erlöserkathedrale, Mittagessen in der neuen Tretjakow-Galerie und schließlich das Kaufhaus GUM waren zunächst die Stationen. Eine kleine Rundfahrt führte uns dann noch zum Neujungfrauenkloster, zu den Spatzenbergen und schließlich zu einem kurzen Trip über den Arbat.

IMG_1491c.JPG So schön wie Moskau auch ist, auf uns wartete der Sonderzug "Zarengold" auf dem Kasaner Bahnhof. Hier zunächst die Ãœberraschung: Unser "Ersatzwagen" 3A entpuppte sich als nagelneuer Luxuswagen im Stiele der 20-ziger Jahre. Pünktlich 20.50 Uhr Moskauer Zeit startete die große Reise ... Nach einer schönen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück in unserem - einem von 4 - Speisewagen, genossen wir die wunderbare Landschaft um schließlich nach 750 km Fahrt die Wolga zu überqueren.

Der erste große Halt in Kasan der Hauptstadt Tatarstans. Nach einer Stadtrundfahrt und dem Spaziergang im Zentrum besuchten wir den Kasaner Kremel. Neu gebaut und Ausdruck der Veränderungen in Russland die Moschee "Kul Sharif". Im ebenfalls neuen Restaurant im Stile eines Dorfes gab es Mittagessen. Eine reichliche Stunde mit dem Schiff auf der Wolga, dem größten und wasserreichsten Strom Europas, sowie ein Besuch bei jungen Künstlern rundete den Besuch ab, bevor es wieder im Zug auf Fahrt ging. Nun schon richtig geübt verbrachten wir wieder eine schöne Nacht in unserem rollenden Hotel und bewunderten die Landschaft im Vorfeld des Ural. Kurz nach 11.00 Uhr Ortszeit waren wir an der Grenze zwischen Europa und Asien, in Ekatherinenburg, der Hauptstadt des Ural. Auch hier zunächst eine Stadtrundfahrt, bei der natürlich auch der Stein, der ewige Gesundheit verspricht, berührt werden musste. Ein Besuch der neu gebauten Blutskathetrale und des Mineralienmarktes gehörten hier zum Programm, bevor unser Zug 14.15 Uhr Ortszeit wieder startete, diesmal nun in Asien durch Sibiriern.

Durch Sibirien

IMG_1777.JPG Der erste Eindruck von Sibirien: zunächst nicht die erwarteten Wälder sondern weite Ebenen. Mit den Eindrücken dieser bisher unbekannten Landschaft ging es diesmal in einen anderen Speisewagen zu einer Wodkaprobe. Immerhin 30 g pro Tag sollen ja Medizin sein! Wodka schmeckt immer: ob klar, mit Zedernnüssen oder mit Chili, aber der richtige Klare ist doch der Beste. Wieder eine Nacht im Zug, wieder Genuss der sibirischen Landschaften, nach Russischübung und Mittagessen erreichten wir gen 14.00 Uhr Ortszeit - immerhin schon 5 Stunden Differenz zu Moskau - die Hauptstadt Sibiriens Nowosibirsk. Nach der Begrüßung mit Brot und Salz besuchten wir die Markthalle. Den Stadtrundgang mussten wir wegen eines kurzen, aber sehr kräftigen Regengusses im Kaffee verbringen. Nur gut, dass zur anschließenden Rundfahrt auf dem Ob das Wetter wieder mitspielte. Nach dem Abendessen in einer Nowosibirsker Gaststätte startete unser Zug wieder um 21.54 Uhr - diesmal zu längsten Etappe bis nach Irkutsk. Nach dem Frühstück im Zug und dem Halt in Bogotol genossen wir in unserem Abteil die Landschaft - diesmal die erwarteten Wälder. Nach dem Mittagessen durchfuhren wir Krasnojarsk und überquerten den Jenisej. Der Nachmittag wurde uns durch eine Teestunde verkürzt. Ein erneuter Halt dann in Listvyanyy und dann die große Zarentafel.

IMG_1980i.JPG Am nächsten Morgen - nunmehr mit 6 Stunden Zeitdifferenz zu Moskau - trafen wir in Irkutstk ein. Mit einer Stadtrundfahrt begann auch hier der Aufenthalt. Sie führte uns vor allem zu den Kirchen und Kathedralen die im 18. Jahrhundert von den Dekabristen erbaut wurden. Zum Mittagessen fuhren wir in ein Feriendorf am Ufer der Angara und anschließend in das Freiluftmuseum von Talzy. Wieder zurück in die Stadt setzten wir die Stadtrundfahrt fort, besuchten das historische Irkutsk dessen Häuser wegen der Erderwärmung so langsam im Boden versinken. Nach dem Abendessen im Hotel "Irkutsk"- wo wir diesmal übernachteten genossen wir bei einem Abendspaziergang die untergehende Sonne am Ufer der Angara.

Herrlicher Baikal

IMG_2043.JPG IMG_2126.JPG Der Sonntag, der 12. August begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein - ideale Bedingungen für den Höhepunkt unserer Reise, dem Besuch am Baikal. Mit dem Bus ging es zunächst nach Listwjanka. Ein kleines malerisches Dorf am Ufer des Sees. Der Schamanenstein mitten im Fluss kennzeichnet die Quelle der Angara, dem einzigen Abfluss des Baikalsees bei mehr als 300 Zuflüssen. Am gegenüberliegenden Ufer - im Bahnhof Port Baikal - stand schon unser Zug. Zunächst ein kleiner Spaziergang durch Listwjanka, dann eine wunderbare Fahrt mit dem Schiff über den Baikal bis zu unserem Zug. Ãœber 95 km ging es auf der historischen Strecke durch 33 Tunnel entlang am Seeufer. Die ersten Kilometer hatten wir die Möglichkeit auf der Lock zu fahren. Welch ein Erlebnis! Beim Kilometer 110 gab es einen Halt und die Möglichkeit das Wasser auszuprobieren. 16°C - eine durchaus angenehme Temperatur. Weiter ging es bis zum Kilometer 119 wo uns ein wunderbarer Abend mit Schaschlik und Wodka erwartete. Etwas wehmütig mussten wir uns von einem Teil der Gruppe verabschieden. Bis in die Nachtstunden saßen wir am Ufer und genossen diese herrliche unvergleichliche Landschaft.

Ulan Ude - letzte Station in Russland

IMG_2156.JPG Nachdem unser Zug noch in der Nacht die Reise fortgesetzt hat, erlebten wir den Morgen völlig anders an den vorangegangenen Tag. Es regnete und der Baikal zeigte sich im Sturm. Bei der Größe der Entfernung ändert sich aber auch das Wetter, gegen 11.30 Uhr trafen wir wieder bei Sonnenschein in Ulan Ude, der Hauptstadt Burjatins ein. Nach dem Stadtrundgang ging es in das Freilichtmuseum wo uns Burjaten, Iguren und Altgläubige begrüßten und Ihre Kultur vorstellten. In der Philharmonie gab es Tanz, Gesang und die Modeschau eines ortsansässigen Modeinstituts mit Models ganz unterschiedlicher Nationalitäten. Zum Abschluss des Besuches von Ulan Ude und zugleich des russischen Teils der Reise ein Blick auf den größten Leninkopf.

Die Transmongolische Bahn von Ulan Ude nach Peking

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Ulaabaatar

IMG_2316 Da es von Ulan Ude ja nur eine "kurze" Strecke war, reisten wir wieder über Nacht, immer entlang am Selenga Fluss, der aus dem inneren Mongolei kommend der größte Zufluss des Baikal ist. Nach der abends noch typisch russischen Landschaft mit Hügeln und Wäldern war es nun ebenes Land und Steppe. Kaum bemerkt war unser Zug zugleich bergauf bis ca. 1500 m üNN. gefahren. Von unserem Abteil hieß es Abschied nehmen, da wir mit einer kleineren Gruppe eine einwöchige Rundfahrt durch die Mongolei im Programm hatten, während der Zug am nächsten Tag weiter nach Peking rollte. Am Bahnhof von Ulaanbaatar hieß es also ausladen, mit dem Bus ging es - vorbei am Eisenbahnmuseum, dem von einem Amerikaner gestifteten Riesenbuddah und der Gedenkstätte für das am 2. Weltkrieg beteiligte mongolische Regiment - zunächst ins Hotel Bayangol, das für die kommenden 2 Tage und für die Rückkehr nach der Rundreise unsere Unterkunft war. IMG_2339 Gemeinsam mit Odna, unserer mongolischen Reiseleiterin, war dann Stadtrundfahrt angesagt. Sie begann mit einem Besuch der Klosteranlage des Bogdo Kahn und einer ersten Unterweisung in den Buddhismus. Im Zentrum der Stadt, der Volkspalast mut dem Dschingis Kahn Monument sowie das Suche Baatar Denkmal. Im Theater gab es mongolische Folklore und am Abend im Bierhaus neben dem Essen eine Modenschau mir Kaschmir Kleidung. Nach einer etwas unruhigen Nacht - direkt neben unserem Fenster explodierten Feuerwerkskörper einer Hochzeitsfeier - besuchten wir das Gandan Kloster.

Durch die Mongolei
 

Die folgenden Tage erwartete uns das Erlebnis Mongolei.

Im Buuweit Camp

IMG_2381b Ein erster Ausflug ins Land führte uns in das Buuveit Camp, in die mongolische Schweiz, ca 60 km von Ulaanbataar entfernt. Im Camp angekommen, wurde zunächst traditionell mongolisch gespeist. Auch wenn es vielleicht nicht ganz so appetitlich aussieht - Hammel mit heißen Steinen schmeckt einfach gut. In Vorführungen waren dann die traditionellen mongolischen Sportarten zu sehen: Ringen, Bogenschießen und Reiten. Die Kinder demonstrierten, dass es offensichtlich einfacher ist auf dem Rücken eines Pferdes als zu laufen. Wieder zurück in Ulaanbaatar beendeten wir den Tag mit einem kleinen Spaziergang in Hotelnähe.

Durch die mongolische Steppe

IMG_2474 Nun hieß es endgültig von Ludmilla und dem größten Teil der Zugteilnehmer Abschied nehmen. Wir starteten mit Odna, unserer Reiseleiterin, in einem Hunday Bus die Tour durch die Mongolei. Nur wenige Augenblicke und die Stadt liegt ebenso hinter uns wie die befestigten Straßen. In den Weiten der Steppe sind es vor allem die Tierherden, die einem begegnen, auch wenn sie manchmal nur in Richtung Ulanbaatar zum Schlachthof unterwegs sind. Mittagspause gibt es in freier Natur, aber dank dem Reisebüro in voller 3 Gänge Ausstattung. Nach Knapp 300 km erreichen wir das Hogno Kamp wieder in malerischer Landschaft. Zeit um ein wenig die Gegend zu erkunden. Ãœbernachtete wird das erste mal in einem originalen Ger oder wie wir sagen Jurte mit Hotelausstattung. An nächsten Morgen geht es weiter diesmal "nur" knapp 100 km nach Karakorum in die geschichtsträchtige Umgebung des Klosters Erdene Zuu. Hier stand einst die Hauptstadt des Dschingis Kahn und sein Palast. Zunächst betrachten wir das Ganze - ein wenig frostig - von einer Anhöhe aus und bewundern das "Männerdenkmal". Die Klosteranlage selbst - die älteste der Mongolei - ist ein beeindruckendes Ensemble der Baukunst früherer Jahrhunderte. Weiter geht es in das Karakorum Camp wo zum Glück diesmal der Ofen in der Jurte ausprobiert wurde. Ein Teil der Gruppe nutze die Zeit für einen Ausritt auf mongolischen Pferden.

Auf in die Wüste!

Am nächsten Morgen startete unser Bus in Richtung Süden mit dem Ziel die Wüste Gobi. Zunächst in unmittelbarer Nähe des Camps noch ein Abstecher zum Dschingis Kahn Monument, das nicht nur die 3 bedeutenden Epochen mongolischer Weltherrschaft symbolisiert, man hat auch einen herrlichen Blick hinein in das Tal des Flusses Orchon, der irgendwann in die Selenga und damit im Baikalsee mündet. Nach einiger zeit erwartete uns ein besonderes Erlebnis: der Besuch bei einer Pferdezüchterfamilie. 3 Generationen leben hier in der Einsamkeit der mongolischen Steppe unter für uns kaum vorstellbar einfachen Bedingungen mit Ihren 4 Hengstfamilien ca. 160 Pferde. Eine Jurte mit 6 m Durchmesser beherbergt den gesamten Besitz. Mit Arak - gegorener Stutenmilch - und getrocknetem Stutenquark begrüßen uns die Eltern. In der Jurte der jüngeren Familie geht es trotzt der Einfachheit schon etwas moderner zu. Schließlich der Enkel ca. 8 Wochen, der hier aufwächst. Das melken der Stuten ist schon eine aufwendige und harte Tätigkeit. Insofern war es uns eine Ehre, von der Stutenmilch kosten zu können. Wir wünschen der Familie allzeit Glück! Weiter geht es in Richtung Süden wo wir bei den Ruinen von Ongiyn das Ihk Gobi Camp erreichten. Nach der Besichtigung der Ruinen erwartete uns eine für diese Gegend ungewöhnliche aber auch unruhige Nacht: Es begann in der Wüste zu regnen. Am nächsten Morgen ein ungewohntes Bild. Aus dem kleinen Rinnsal hinter dem Camp war ein doch schon etwas größerer Bach geworden. Auf ging es also weiter in Richtung Süden mit dem Ziel Süd Gobi Camp. Was bisher Staub war, war nun Schlamm. Und vor allem es wurde überall wenn auch nur spärlich aber doch sichtbar grün. Nach einiger Zeit sahen wir eines der Naturschauspiele: die Saxaulwälder. Mitten in der sonst trostlosen Wüste eine Oase aus ungewöhnlichen Bäumen. Daneben dann auch ein Camp, das zum Mittagessen einlud. Nur eine kurze Strecke, dann erreichten wir die Felsenklippen von Bayanzag. Hier wurden in den 30-ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Saurier Reste ausgegraben. Erstmalig fand man hier auch Sauriereiern, der Beweis für die Zugehörigkeit der Saurier zur Gattung der Reptilien. Am Abend schließlich kamen wir in unserem Camp an und bezogen für die folgenden 3 Nächte unsere "Rosa" Jurte. Der nächste Tag führte uns in die "Geierschlucht". An einem Ausläufer des Altai-Gebirges, nur 34 km vom Camp entfernt besuchten wir den Gobi Gurvansaikan Nationalpark. Eine wunderschöne Wanderung durch die zerklüfteten Berge erwartete uns. Leider aber auch die Erkenntnis, dass sich auch hier das Klima verändert. Von Eisgipfeln in den mehr als 2000 m Höhe ist nichts mehr zu finden. Zum Abschluss gab es wieder ein Picknick in freier Natur, diesmal erneut mit dem mongolischem Nationalgericht. Zurück im Camp erwartete uns nach dem Abendessen noch eine Gruppe Lehrer mit einem Kulturprogramm. Noch besser als in Ulaanbaatar konnten wir hier alles ganz nah erleben. Am nächsten Morgen wieder ein Stück mit dem Bus, nach reichlich 50 km erreichten wir die Sanddünen von Moltsog. So haben wir uns eigentlich immer die Wüste vorgestellt. Faszinierend, wie Berge durch den Wind in Bewegung gebracht werden können. Schließlich waren auch Kamele da, so dass einem kleinen Ausritt auf dem Kamel nichts im Wege stand. Die Perfektion unseres Busfahrers haben wir allerdings nicht erreicht. Der Kamelzüchter lud uns schließlich noch in seine Jurte ein. Noch einmal nutzten wir die Abendstunden im Camp und genossen die Natur. Vom Flughafen Dalanzadgad waren es 800 km bis wieder zurück nach Ulaanbaatar. Den Abschluss bildete ein Erlebnisgrillen in einem Spezialitätenrestaurant. Bei strömenden Regen fuhren wir am nächsten Morgen zum Bahnhof in Ulanbaatar um diesmal mit einem chinesischen Zug die letzte Etappe über 1574 km nach Peking in Angriff zu nehmen.

Und Weiter nach China

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Vor uns lagen nun 36 Stunden Fahrt mit dem Zug - zunächst noch ein ganzes Stück durch die Wüste Gobi. Nachdem zuerst die Sonne schien nahm der Wind deutlich zu und es gab das Erlebnis eines Sandsturmes. Die kleinste Ritze im Zug genügte um diesen feinen Sand hineinzudrücken. Gegen Mitternacht trafen wir in Erlian der ersten Stadt auf chinesischem Boden ein. Der Zug musste umgespurt werden, wegen des Sturmes hieß das aussteigen und 2 Stunden auf dem dafür gar nicht eingerichteten Bahnhof zu verbringen. Wir waren froh, wieder im Zug zu sein und die Fahrt nach Peking fortsetzen zu können. Am frühen morgen waren wir schon weit in China und hielten in der Industriestadt Datong. Von hier ging es in Richtung Westen weiter. Es dauerte nicht lange, da sahen wir das erste Mal die Große Chinesische Mauer. Noch einmal gab es im Zug Mittagessen. Es ging durch felsige, bergige Landschaft und dann begrüßte uns Peking: eine Kulisse moderner Hochhäuser.

Erlebnis Peking

Auf dem Pekinger Hauptbahnhof eingetroffen begrüßte uns Herr Wang Bo. Das Gepäck wurde verladen und wir schlugen uns durch die Menschenmassen zu unserem Bus, der uns ins Capital Hotel brachte - für die letzten 3 Nächte unserer Reise das Domizil. Am Abend noch ein erstes chinesisches Essen und ein kleiner Spaziergang zurück ins Hotel. Am nächsten Morgen holte uns Wang Bo zur Tour durch die Stadt ab. Zu Fuß ging es zunächst auf den Platz des himmlischen Friedens, mit 500.000 m² etwa 8-mal so groß wie der Rote Platz in Moskau. Ãœber den Platz liefen wur bis zur Nordseite, dem Eingang zur Verbotenen Stadt. Hier im ehemaligen Kaiserpalast begegnete uns eine Welt kaum vorstellbarer Größe aber wirklicher Harmonie. Unvergesslich diese Eindrücke. Nach dem Mittagessen besuchten wir den Himmelstempelpark. Auch hier wieder die beeindruckenden harmonischen Gebäude. Als Höhepunkt konnte Uschi auf dem "Mittelpunkt der Welt" stehen. Den Abend nutzten wir für einen Besuch der "Peking Oper". Nach unserem Verständnis ein Varietee. Allein die Kostüme waren den Abend Wert. Wer nicht mit in der Oper war nutzte die Gelegenheit das Nachtleben ein wenig kennen zu lernen.

Der nächste Morgen begrüßte uns leider mit Regen. Unserem Ziel, die "Große Mauer" zu besteigen, konnte dies allerdings keinen Abbruch tun. Auf dem Weg zur Mauer gab es zunächst Halt in der Perlenzuchtstation "Große Mauer". Natürlich haben wir die Mauer bewandert, auch wenn die Bedingungen nicht ganz so günstig waren. Innen wie außen völlig durchnässt haben wir es ein Stück hinauf und auch wieder herunter geschafft. Die Mittagspause führte uns wieder in ein großes Restaurant, diesmal in Verbindung mit dem Verkauf von Emaillearbeiten. Am Nachmittag waren die Ming Gräber unser Ziel. Die Besichtigung begann beim "Weg der Seelen" und führte uns dann zum Areal des Changling. Wieder in der Stadt ging es vorbei an den Olympiabauten. So ein wenig ließ sich schon erkennen, was uns 2008 erwarten würde.

Der Letzte Abend unserer Reise führte uns dann in das Pekinger Restaurant um Peking-Ente zelebriert zu bekommen. Noch einmal saßen wir in nunmehr vertrauter Runde beisammen, um die vergangenen Revue passieren zu lassen. Wie sagete Wang Bo zum Schluss?

"Ente gut - alles gut"
 

Voller Eindrücke ging es zurück in die Heimat. Noch lange wird uns das Erlebnis im Gedächtnis bleiben und vielleicht auch über die Vorträge und über diese Seite dem Einen oder dem Anderen Anregung sein, selbst einmal diese Erlebnis zu wagen.